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Befund-Akte · veröffentlicht

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Canon 1700 / 1660: Tintenabsorberbehälter voll — Werkstatt-Reset oder DIY?

Canon 1700 heißt „Tintenabsorber voll“, 1660 ist die Vorwarnung. Werkstatt-Reset, DIY-Zähler-Reset oder Neukauf? Die drei Wege Frage für Frage geklärt.

Symbolbild

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Beide Canon-Codes meinen dasselbe Bauteil: 1700 meldet „Tintenabsorber voll", 1660 ist die Vorwarnung „bald voll". Der Absorber ist ein Schwamm im Geräteinneren, der überschüssige Tinte aus Reinigungsvorgängen aufnimmt, und der Drucker stoppt, um ein Auslaufen zu verhindern. Was hinter den Codes steckt und welcher Weg sich für dich rechnet, klärt dieser Artikel Frage für Frage.

💡 Code 1660 ist deine Vorlaufzeit: Es ist die letzte Warnung vor 1700. Wer schon bei 1660 plant, vermeidet den abrupten Stillstand mitten in einem wichtigen Druckauftrag.

Tintenabsorber: Funktion und warum er vollläuft

Bei jeder Druckkopfreinigung spült der Drucker Tinte durch die Düsen. Diese überschüssige Tinte landet in einem Schwamm- oder Filzbehälter im Geräteinneren. Über die Jahre füllt er sich. Canon zählt die Reinigungen mit und meldet bei Erreichen der berechneten Kapazität 1660 beziehungsweise 1700.

Entscheidend: Dieser Zähler ist ein Software-Wert, kein Sensor. Der Drucker schätzt die aufgenommene Tintenmenge über jeden Reinigungs- und Druckvorgang und sperrt sich beim Erreichen eines Grenzwerts selbst.

Canon 1700 / 1660: Tintenabsorberbehälter voll — Werkstatt-Reset oder DIY? — practical guide overview
Canon 1700 / 1660: Tintenabsorberbehälter voll — Werkstatt-Reset oder DIY?
CodeBedeutungDrucker-Verhalten
1660Absorber bald voll (Vorwarnung)Druck noch möglich
1700Absorber vollDruck wird blockiert

Warum Canon den Drucker sperrt

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Die Sperre wirkt wie eine Verkaufsstrategie, hat aber einen handfesten Hintergrund. Läuft der Schwamm über, tritt flüssige Tinte aus dem Gerät, das beschädigt Möbel, Böden und die Druckerelektronik. Canon legt den Zähler-Grenzwert deshalb mit Sicherheitsreserve fest.

Canon 1700 / 1660: Tintenabsorberbehälter voll — Werkstatt-Reset oder DIY? — step-by-step visual example
Canon 1700 / 1660: Tintenabsorberbehälter voll — Werkstatt-Reset oder DIY?

Beim Erreichen von 1700 ist der Behälter noch nicht physisch übergelaufen, aber nah an der Kapazität. Genau diese Reserve ist der Spielraum, der einen DIY-Reset kurzfristig funktionieren lässt, und zugleich der Grund, warum ein Reset ohne Schwammtausch riskant bleibt.

Drei Wege bei vollem Absorber

Die Optionen unterscheiden sich deutlich in Aufwand, Kosten und Risiko:

  • Werkstatt-Reset: Canon-Service oder Fachwerkstatt tauscht den Schwamm und setzt den Zähler zurück. Sauberste Lösung, aber kostenpflichtig (oft 50 bis 90 Euro).
  • DIY-Reset per Service-Tool: Bei manchen Modellen lässt sich der Zähler selbst zurücksetzen. Behebt aber nicht das physische Problem.
  • Neukauf: Bei günstigen Modellen oft die wirtschaftlichste Variante.
⚠️ Häufiger Fehler: Den Zähler per Software zurückzusetzen, ohne den vollen Schwamm zu tauschen, ist nur eine Notlösung. Der Behälter ist physisch weiter voll und kann bei weiterer Nutzung auslaufen, mit Tintenschäden am Untergrund.

Ablauf des Werkstatt-Resets

Beim professionellen Reset wird der Drucker geöffnet, der gesättigte Schwamm getauscht oder gereinigt und anschließend der interne Zähler über den Servicemodus zurückgesetzt. Das ist die einzige Variante, die das Problem dauerhaft löst.

  1. Kostenvoranschlag einholen. Festpreis vorab abfragen, oft 50 bis 90 Euro.
  2. Mit Neupreis vergleichen. Bei Einstiegsdruckern kann der Neukauf günstiger sein.
  3. Garantie prüfen. Liegt das Gerät noch in der Garantie, übernimmt Canon den Tausch unter Umständen kostenfrei.

Tintenabsorber selbst zurücksetzen

Für viele PIXMA-Modelle existieren Service-Tools, die den Absorber-Zähler über einen USB-Anschluss zurücksetzen. Der Drucker muss dafür in den Servicemodus, die Tasten-Sequenz ist modellabhängig:

  1. Drucker ausschalten. Komplett aus, Netzkabel angeschlossen lassen.
  2. Stopp-Taste halten. Die Stopp-/Reset-Taste gedrückt halten und zusätzlich die Power-Taste drücken.
  3. Stopp loslassen. Die Stopp-Taste loslassen, während die Power-Taste gehalten bleibt.
  4. Stopp-Impulse geben. Die Stopp-Taste mehrfach kurz drücken (modellabhängig), dann beide Tasten loslassen, der Drucker ist im Servicemodus.
  5. Tool verbinden und Zähler zurücksetzen. Das passende Service-Tool per USB verbinden und den Waste-Ink-Counter auf Null setzen.
💡 Folge modellgenau: Zahl der Stopp-Impulse und Timing variieren zwischen den Serien. Schlage die für dein Modell gültige Folge im Handbuch oder in der Fehlercode-Datenbank nach.

Warum der Zähler-Reset allein nicht reicht

Der eigentliche Kern des Problems ist der gesättigte Schwamm, nur sein Tausch oder seine Reinigung löst die Ursache dauerhaft. Setzt du nur den Zähler zurück, druckt der Drucker kurzfristig wieder, aber der Behälter läuft bei weiterer Nutzung über. Wer den Drucker dafür öffnet, geht methodisch vor:

  1. Schwamm lokalisieren. Der Absorber sitzt meist im Boden des Geräts unter dem Druckwerk.
  2. Entnehmen oder spülen. Schwamm entnehmen und gründlich auswaschen oder gegen einen Ersatz tauschen.
  3. Trocknen lassen. Vor dem Wiedereinbau vollständig trocknen, um Kurzschlüsse zu vermeiden.
  4. Zähler zurücksetzen. Erst nach dem Tausch den Software-Zähler über das Service-Tool auf Null setzen.
⚡ Sicherheit: Öffnest du den Drucker, vorher den Netzstecker ziehen. Tinte ist hartnäckig, leg den Arbeitsplatz mit Folie aus und trag Handschuhe. Bei Unsicherheit den Tausch der Werkstatt überlassen.

Tinten-Überlauf nach reinem Zähler-Reset

Ja, das ist möglich. Der Behälter ist physisch gesättigt. Druckst du weiter, ohne den Schwamm zu tauschen, kann überschüssige Tinte austreten und das Geräteinnere sowie den Untergrund verschmutzen. Die von Canon eingeplante Sicherheitsreserve lässt den Reset kurzfristig funktionieren, sie ist aber begrenzt.

AspektBedeutung für dich
Sicherheitsreserve im Zählerkurzfristiger Reset noch möglich
Schwamm physisch fast vollAuslaufgefahr bei Weiterbetrieb
Software statt SensorReset täuscht leeren Behälter vor

Warum der Absorber so schnell vollläuft

Wie schnell der Behälter die Grenze erreicht, hängt stark vom Nutzungsverhalten ab. Häufiges Ein- und Ausschalten sowie manuelle Druckkopfreinigungen treiben den Zähler nach oben, weil jede Reinigung Tinte in den Schwamm spült.

  • Häufige Reinigungen: Jeder manuelle Reinigungslauf füllt den Absorber spürbar.
  • Seltener Druck: Steht der Drucker oft still, trocknen Düsen ein und erzwingen mehr automatische Reinigungen.
  • Energiesparmodus: Häufiges Aufwachen kann zusätzliche Spülvorgänge auslösen.

Wer den Drucker regelmäßig und in größeren Sitzungen nutzt statt vieler kurzer Einzeldrucke, verlängert die Standzeit des Absorbers deutlich.

Restdruck nach Code 1660

Das hängt vom Druckverhalten ab. Code 1660 ist eine Vorwarnung, bei der noch normal gedruckt werden kann, wie lange, bestimmst du selbst mit. Jede manuelle Druckkopfreinigung füllt den Absorber weiter und zieht den Zeitpunkt des endgültigen Stopps bei 1700 vor.

In dieser Phase lohnt es sich, sparsam mit Reinigungsläufen umzugehen und keine unnötigen Düsentests zu starten. Wer normale Textseiten druckt, kommt oft noch über Wochen, bevor 1700 das Gerät sperrt. Wer dagegen bei jedem blassen Ausdruck reflexartig eine Reinigung anstößt, beschleunigt den Stopp drastisch.

💡 Klug nutzen: Plane in der 1660-Phase einen größeren Druckauftrag, etwa anstehende Dokumente gebündelt, solange das Gerät noch verlässlich arbeitet. Danach hast du in Ruhe Zeit für Reset oder Neukauf, ohne mitten in einem wichtigen Druck zu stranden.

Code trotz geringem Druckaufkommen

Gerade Wenigdrucker stolpern überraschend früh über 1660 oder 1700, scheinbar paradox. Der Grund liegt im Tintenstrahl-Prinzip: Steht der Drucker oft still, trocknen die Düsen an. Vor jedem Druck führt das Gerät dann eine automatische Reinigung durch, um die Düsen freizuspülen, und genau diese Spülungen füllen den Absorber.

Ein Vieldrucker, der täglich viele Seiten am Stück druckt, braucht kaum automatische Reinigungen, seine Düsen bleiben durch den ständigen Tintenfluss frei. Ein Wenigdrucker, der nur ab und zu eine einzelne Seite druckt, löst dagegen vor fast jedem Auftrag eine Reinigung aus. So füllt sich der Absorber bei wenig Druckvolumen manchmal schneller als bei viel.

NutzungsmusterAutomatische ReinigungenAbsorber-Befüllung
Täglich viele Seiten am Stückseltenlangsam
Selten einzelne Seitenhäufigschnell

Daraus folgt die wichtigste Verhaltensregel für Wenigdrucker: lieber gebündelt drucken statt vieler einzelner Aufträge über die Woche verteilt. Das schont den Absorber spürbar.

Die passende Option je nach Gerät

Die Entscheidung hängt von Gerätewert, Alter und Druckvolumen ab. Ein teureres Multifunktionsgerät rechtfertigt einen Werkstatt-Reset eher als ein günstiger Einsteiger-Tintenstrahler.

SituationEmpfehlung
Gerät unter 80 Euro, älter als 3 JahreNeukauf
Hochwertiges MultifunktionsgerätWerkstatt-Reset
Noch in der GarantieCanon-Service kontaktieren
Technisch versiert, Notlösung gesuchtDIY-Reset + Schwamm tauschen

Wer einen alten Tintenstrahler am Leben hält, sollte die laufenden Tintenkosten gegenrechnen, häufig sind die Patronen das eigentliche Kostengrab. Der Tinten- und Tonerkosten-Rechner zeigt die Kosten pro Seite, der Reparatur-oder-Neukauf-Rechner stellt Reparatur und Neugerät direkt gegenüber. Wer beim Neukauf die wiederkehrenden Absorber-Probleme leid ist, sollte Tintentank-Systeme prüfen: höherer Anschaffungspreis, aber deutlich niedrigere Seitenkosten und ein oft größer dimensionierter Absorber.

Software-Zähler statt Sensor: der Grund

Ein echter Füllstandssensor im Absorber wäre technisch möglich, aber teuer und störanfällig, Tinte verklebt jeden Sensor mit der Zeit. Canon rechnet stattdessen: Jeder Reinigungslauf hat eine bekannte Tintenmenge, und das Gerät addiert diese Mengen über die Lebensdauer auf. Erreicht die Summe den hinterlegten Grenzwert, erscheinen 1660 und später 1700.

Diese Schätzung ist bewusst konservativ. Der Grenzwert liegt unter der tatsächlichen physischen Kapazität des Schwamms, damit auch bei einem überdurchschnittlich gefüllten Behälter keine Tinte austritt. Für dich bedeutet das zweierlei: Der Reset funktioniert kurzfristig, weil noch Reserve da ist, aber er täuscht dem Drucker einen leeren Behälter vor, der physisch voll bleibt.

FrageAntwort
Misst der Drucker den echten Füllstand?Nein, er schätzt über Reinigungszyklen
Ist bei 1700 der Schwamm wirklich voll?Fast, mit kleiner Sicherheitsreserve
Warum klappt der Reset trotzdem?Die Reserve gibt kurzzeitig Spielraum

Drittanbieter-Reset: Einschätzung

Neben dem Canon-Service bieten freie Werkstätten und einige Online-Dienste den Absorber-Reset an. Die Qualität schwankt, deshalb lohnt ein genauer Blick, bevor du das Gerät aus der Hand gibst:

  • Festpreis statt Stundensatz: Ein Pauschalpreis schützt vor bösen Überraschungen bei einem ohnehin günstigen Gerät.
  • Schwammtausch inklusive: Frag explizit nach, ob der physische Schwamm getauscht oder nur der Zähler zurückgesetzt wird.
  • Garantie beachten: Bei einem Gerät in der Herstellergarantie sollte der Eingriff über den Canon-Service laufen, sonst erlischt der Anspruch.

Bei einem Versand des Druckers zur Werkstatt kommen Verpackung und Porto hinzu. Bei einem leichten Tintenstrahler kann das den Werkstatt-Reset gegenüber dem Neukauf endgültig unwirtschaftlich machen, rechne diese Nebenkosten immer mit ein.

Risiken des DIY-Resets

Der Software-Reset ist verlockend, weil er kostenlos und schnell ist. Er hat aber klare Grenzen, die man vor dem Eingriff kennen sollte:

  • Kein Hardware-Fix: Der Zähler-Reset behebt nur die Software-Sperre, nicht den vollen Schwamm.
  • Garantieverlust: Das Öffnen des Geräts kann eine bestehende Garantie erlöschen lassen.
  • Tintenflecken: Beim Schwammtausch kann austretende Tinte den Arbeitsplatz und das Gerät verschmutzen.
  • Modell-Kompatibilität: Nicht jedes Service-Tool unterstützt jedes PIXMA-Modell.
⚠️ Häufiger Fehler: Ein Reset mit einem für ein fremdes Modell gedachten Tool kann unerwartete Einstellungen verändern. Verwende nur Software, die deine konkrete Modellbezeichnung ausdrücklich nennt.

Entscheidung Schritt für Schritt

Statt vorschnell zu resetten oder zu kaufen, hilft eine klare Reihenfolge:

  1. Code lesen. Steht 1660, hast du noch Zeit für eine geplante Lösung. Bei 1700 ist der Druck blockiert.
  2. Gerätewert ermitteln. Aktuellen Neupreis eines vergleichbaren Modells nachsehen.
  3. Reparaturkosten erfragen. Festpreis für den Werkstatt-Reset einholen.
  4. Folgekosten einrechnen. Tintenkosten pro Seite mit den Reparaturkosten zusammenrechnen.
  5. Entscheiden. Liegt die Summe über dem Neupreis, lohnt der Neukauf.

Ein Tintentank-Drucker rechnet sich für Vieldrucker meist innerhalb von ein bis zwei Jahren über die niedrigeren Seitenkosten. Für Wenigdrucker bleibt der günstige Patronendrucker sinnvoll, hier wäre der Aufpreis verschenkt.

Das beste Vorgehen bei Code 1660

Code 1660 ist die Chance, in Ruhe zu handeln, bevor der Drucker bei 1700 komplett stoppt. Statt die Warnung wegzuklicken und weiterzudrucken, lohnt eine Bestandsaufnahme:

  • Gerätewert prüfen: Lohnt der Werkstatt-Reset oder ist ein Neukauf sinnvoller?
  • Druckverhalten anpassen: Unnötige manuelle Reinigungen vermeiden, um den Absorber zu schonen.
  • Ersatz vorbereiten: Bei geplantem Neukauf das Modell vorab auswählen, um nicht unter Zeitdruck zu kaufen.

Wer bei 1660 bereits den Schwammtausch oder Reset einplant, vermeidet den abrupten Stillstand mitten im Druck. Die Warnung ist damit weniger Ärgernis als Vorlaufzeit. Zeigt das Display zusätzlich einen anderen Fehlercode, ordne ihn über die geführte Diagnose ein. Weitere Drucker-Themen sammelt der Drucker-Ratgeber.

Veröffentlicht durch die geraetedoc-Redaktion. Veröffentlicht am 25. August 2026.

Verantwortlich i.S.d. § 18 MStV: siehe Impressum.

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