Streifen im ersten Ausdruck, obwohl die Tanks randvoll sind, daran ist fast immer Luft schuld, die beim Erstbefüllen mit ins System gelangt ist. Tintentanksysteme wie EcoTank sind auf eine luftblasenfreie Säule angewiesen: Sitzt eine Blase in der Zuleitung zum Druckkopf, kommt an der Düse zu wenig Tinte an. Mit der richtigen Reihenfolge beim Befüllen lässt sich das von vornherein vermeiden.
Der Trick liegt weniger im schnellen Eingießen als im ruhigen, senkrecht gehaltenen Ansetzen der Flasche und einer geduldigen Anfangsphase nach dem Einschalten. Wer hier hetzt, kämpft hinterher mit mehreren Reinigungszyklen, die Tinte verbrauchen.
Plan für die Erstbefüllung etwa zwanzig Minuten ein und stör den Drucker danach nicht. Die initiale Tintenladung ist der einzige Moment, in dem das gesamte Schlauchsystem vom leeren Zustand bis zur Düse mit Tinte gefüllt wird, alles, was dabei an Luft hineingerät, musst du später mühsam wieder herausspülen.

So befüllst du die Tanks ohne Luftblasen
Stell den Drucker auf eine ebene Fläche und öffne die Tankabdeckung, bevor du das Gerät einschaltest, bei der Erstinbetriebnahme zuerst befüllen, dann einschalten. Lege ein Stück Küchenpapier unter, falls etwas danebengeht.
- Verschlusskappe der Tintenflasche öffnen und die Schutzfolie abziehen. Die Flaschen sind farbcodiert und passen meist nur in den richtigen Tank, trotzdem die Farbe prüfen.
- Flasche senkrecht in den Einfüllstutzen setzen, nicht quetschen. Moderne EcoTank-Flaschen geben die Tinte selbsttätig ab und stoppen, sobald der Tank voll ist. Drückst du, läuft es über und es entstehen Schaum und Blasen.
- Warten, bis der Fluss von allein stoppt. Die Flasche entlüftet den Tank dabei selbst, indem Luft nach oben entweicht, während Tinte nachläuft. Ruhig halten, nicht ruckeln.
- Flasche gerade herausziehen, abtropfen lassen und die Tankkappe schließen. Reste am Stutzen mit dem Papier abtupfen.
- Alle Farben so befüllen, dann die Abdeckung schließen und erst jetzt den Drucker einschalten.
Nach dem Einschalten startet das Gerät die initiale Tintenbefüllung, dabei zieht es die Tinte aus den Tanks durch die Schläuche bis zum Druckkopf. Dieser Vorgang dauert mehrere Minuten und darf nicht unterbrochen werden. Schaltest du währenddessen ab, bleibt Luft im System.

Woran du eine Luftblase im System erkennst
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Löst eingetrocknete Tinte im Druckkopf, der erste Versuch, bevor du den Kopf ausbaust.
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Typisch sind feine helle Streifen quer zur Druckrichtung, die immer an derselben Stelle auftauchen, oder eine Farbe, die im Testdruck blass bleibt, obwohl der Tank voll ist. Manchmal siehst du in den durchsichtigen Zuleitungsschläuchen sogar eine kleine Lücke zwischen der Tinte, das ist die Blase.
Bevor du zu Reinigungszyklen greifst, lass den Drucker nach dem Befüllen ein paar Stunden ruhig stehen. Kleine Blasen wandern von selbst nach oben in den Tank zurück. Erst danach einen Düsentest drucken. Bleiben die Streifen, hilft eine gezielte Druckkopfreinigung über das Druckermenü oder den Druckkopf-Cleaner-Wizard, der dich durch die richtige Reihenfolge der Zyklen führt, denn jeder Zyklus verbraucht Tinte und sollte gezielt eingesetzt werden.
Die richtige Reihenfolge beim Nachfüllen im Betrieb
Beim späteren Nachfüllen im laufenden Betrieb gelten dieselben Regeln wie bei der Erstbefüllung, aber ein Detail kommt hinzu: Füll nach, bevor ein Tank ganz leer läuft. Zieht der Druckkopf Luft, weil eine Farbe komplett aufgebraucht ist, gelangt diese Luft in die Zuleitung, und du landest wieder beim Streifenproblem. Die meisten Tanks haben eine Minimal-Markierung; spätestens dort füllst du nach.
Mische niemals Fremdtinte mit Originaltinte im selben Tank, ohne den Tank vorher gründlich zu spülen. Unterschiedliche Tintenrezepturen können ausflocken und feine Klümpchen bilden, die die Düsen verstopfen, ein Schaden, der teurer wird als die gesparte Tinte. Bleib pro Tank bei einer Tintensorte.
Achte auch auf die Lagerung der Flaschen: aufrecht, kühl und dunkel. Steht eine angebrochene Flasche monatelang liegend im Schrank, kann Tinte austrocknen oder sich entmischen. Vor dem Nachfüllen die Flasche kurz aufrecht stehen lassen, damit sich eventuelle Blasen oben sammeln, statt mit in den Tank zu wandern.

Wenn nach dem Befüllen trotzdem Streifen bleiben
Drucke zuerst ein Düsentestmuster aus dem Wartungsmenü. Fehlen einzelne Linien in einer Farbe, sitzt entweder Luft oder eingetrocknete Tinte in den Düsen. Starte eine einfache Druckkopfreinigung und wiederhole den Düsentest. Bessert sich das Muster von Zyklus zu Zyklus, bist du auf dem richtigen Weg, bleibt es nach zwei, drei Reinigungen unverändert, hör auf und lass den Kopf einige Stunden ruhen, statt weiter Tinte zu verbrauchen.
- Düsentest drucken und prüfen, welche Farbe Lücken zeigt.
- Standard-Reinigung starten und Düsentest wiederholen.
- Bei Teilerfolg einen zweiten Zyklus, dann erneut testen.
- Bei Stillstand Drucker mehrere Stunden ruhen lassen, dann ein letztes Mal testen, über Nacht löst sich oft, was Zyklen nicht schaffen.
Hilft das alles nicht und bleibt eine Farbe komplett aus, kann eine hartnäckige Luftblase tiefer im Schlauch sitzen. Der Druckkopf-Cleaner-Wizard führt dich durch die intensiveren Reinigungsstufen, ohne dass du blind Tinte verschwendest.
Was die Erstbefüllung langfristig spart
Der ganze Aufwand zahlt sich beim Verbrauch aus. Tintentanksysteme sind deutlich günstiger pro Seite als Patronendrucker, vorausgesetzt, du verschwendest die Tinte nicht durch unnötige Reinigungszyklen wegen Luftblasen. Eine saubere Erstbefüllung erspart dir gleich zu Beginn mehrere dieser Zyklen.
Ein gut entlüfteter Drucker, der regelmäßig läuft, braucht über Monate kaum Eingriffe. Druck wenigstens alle paar Tage eine Seite, auch eine kleine Testseite genügt, damit die Tinte in den Düsen nicht eintrocknet. Lange Standzeiten sind der zweithäufigste Grund für Streifen nach Luftblasen, gerade bei Geräten, die nur gelegentlich genutzt werden. Wer im Urlaub oder über den Jahreswechsel pausiert, plant am besten direkt danach einen Düsentest ein.
Wie groß der Kostenvorteil gegenüber deinem alten Patronendrucker tatsächlich ist, rechnest du mit dem Tinten- und Toner-Kostenrechner aus, er stellt Anschaffung und Seitenpreis gegenüber. Falls beim Befüllen oder im Betrieb eine Fehlermeldung auftaucht, die du nicht zuordnen kannst: Epson-Codes wie 0x97 sind nicht offiziell dokumentiert, eine grobe Einordnung findest du dennoch in der Fehlercode-Datenbank. Weitere Anleitungen rund um Tintendrucker findest du in den Drucker-Ratgebern.
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